Artikel teilen! 22.11.2009: Beim Aufstehen hatte ich so etwas wie den Ansatz eines Wadenkampfes. Oha, habe ich gedacht, so sehr lange halte ich es aber nicht ohn ...
Beim Aufstehen hatte ich so etwas wie den Ansatz eines Wadenkampfes. Oha, habe ich gedacht, so sehr lange halte ich es aber nicht ohne zusätzliche Mineralstoffe aus. Naja, jetzt ist es nur noch
eine geringe Anzahl von Tagen. Dann endet dieser Selbstversuch, um einen aktuellen pH-Wert feststellen zu können.
Meine Dyspnoe (Atemnot) ist etwas besser geworden. Sowohl Ballaststoffe (Leinsamen) mehrmals täglich als auch ein paar Phyto-Östrogene werden dabei kräftig mitgeholfen haben. Aber bereits wenige
Wochen vor den letzten Erkenntnissen zur Disbalance von Östrogen und Progesteron begann ein deutlicher Aufschwung in meinem Befinden. Ich fühlte mich kräftiger und besser mit Nährstoffen
versorgt. Dafür mache ich die Nukleotide und ein wenig auch das Phosphor verantwortlich - Material für einen Zellneubau.
Heute sah ich seit langer Zeit wieder einmal einen Beitrag über die DDR. Es ging um eine Dokumentation zu Soldatinnen in der DDR. Das waren einfache Frauen, keine studierten, die hier zu Wort
kamen. Und aus ihrer Sicht ging es den Menschen in der früheren DDR im allgemeinen gut. Es waren Frauen, die um einige Jahre jünger sind als ich, aber scheinbar die gleiche Auffassung haben.
Die Menschen bedauern es, dass es dieses Land nicht mehr gibt. Je älter sie sind, desto mehr. Dieses Land bot ein hohes Maß an Sicherheit und Geborgenheit. Das fehlt den Menschen heute. Es sind
Grundbedürfnisse, meine ich. Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen, Zuwendung, Bewegung ... alles Eigenschaften, die sehr eng mit der biologischen Definition von "Leben" zusammenhängen,
sollten gestillt werden. Desto zufriedener ist ein Mensch. Jeder braucht eine Heimat, etwas, wo er wurzeln kann. Eine Gesellschaft, die ihn nach Gutdünken benutzt oder, falls sie keine Verwendung
für ihn hat, einfach wegwirft, ist keine Heimat. Ich denke hier weniger an den Staat als an die meisten Arbeitgeber. Dort, wo ich nicht willkommen bin, fühle ich mich auch nicht wohl. Und dort,
wo ich nicht gebraucht werde, ist auch nicht mein Zuhause. Das dürfte sicher für jeden einzelnen Menschen zutreffen.
Ich sehe mir normalerweise solche Dokumentationen oder auch Filme nicht an. Es ist vorbei. Und genauso, als meine Ausbildung in einer Spezialschule für Musik zu Ende gegangen war und ich kein
Konzert mehr besuchen konnte (ich wollte kein trübsinniges Nachdenken über die Vergangenheit hervorrufen), hänge ich auch nicht gern daran fest. Aber dieses Gesellschaftsmodell in der DDR, das
ich erlebt und ein klein wenig auch mitgestaltet habe, war mein Zuhause. Und so wohl wie damals möchte ich mich in Zukunft ebenfalls fühlen. Darum ist es nicht nur ein Stück Vergangenheit für
mich, sondern zugleich auch ein Vorbild für meine Zukunft, woraus ich Kraft schöpfen kann. Das wiederum bildet für mich die Voraussetzung, auf dieser Grundlage zu wachsen, zu gedeihen und zu
blühen. Deshalb arbeite ich an dieser Grundlage, weil ich gar nicht anders kann. Die hier herrschende Gesellschaft bietet keine Sicherheit, wie ich sie mir vorstelle. Aber sie bietet mir die
Freiheit, mir meine Sicherheit nach meinen Vorstellungen zu schaffen. Und dafür bin ich dankbar.
Lenins "Imperialismus ..." bietet als Zukunftsbild (aus der Sicht von 1915) einen einzigen weltumspannenden Trust, und er schreibt logisch, dass dieses Bild eines bürgerlichen Philosophen sich mit dem Bild eines Marxisten fast trifft in der Einheitlichkeit und dem Zusammenschluss aller Menschen. Und so denke ich auch. Je weniger Überbau, desto besser für alle diejenigen, die darunter leben. Mathematisch gesehen, je weniger Menschen an der Macht sind, desto größer die Volksherrschaft, denn diese braucht keine Herrschenden und auch kein Privateigentum an Produktionsmitteln. Nur die Freiheit, sich selbst entwickeln zu dürfen. Wachsen und gedeihen, wie jede Pflanze im Wald.
Ina Doering
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